Unsere Upcycling-Heldin: Martine Postma – Gründerin von Repair Café

„Wenn etwas kaputtgeht, sollte der erste Gedanke lauten: Das muss repariert werden.‟ – Martine Postma

Martine Postma in repair cafe

Lokal beginnen, global denken

2009 organisierte Martine Postma das erste Repair Café in Amsterdam. Sie erzählt, dass sie das Repair Café ins Leben gerufen hat, weil sie über die Wegwerfkultur der Industrieländer frustriert war. Kurz vor dem Start des allerersten Repair Cafés hatte Martine für die lokale Community eine Anleitung mit Tipps dazu erstellt, wie man im Alltag Abfall vermeiden kann. Bei der Arbeit an dieser Anleitung wurde ihr bewusst, dass viele der Tipps von Reparaturen handelten, mit denen wir die Dinge in unserem Besitz länger nutzen können. Dies war die Inspiration zu dem, was heute eine globale Community aus Heimwerkern ist.

 

repair community fixing broken object

Aufbau einer internationalen Reparatur-Community

Während sich das Repair Café immer größerer Beliebtheit erfreute, begannen Leute bei Martine anzufragen, wie sie selbst ein Repair Café in ihrem Umfeld starten konnten. 2010 gründete Martine die Repair Café Foundation, die lokalen Gruppen Informationen und Unterstützung für die Einrichtung ihrer eigenen erfolgreichen Repair Cafés bietet. Dadurch können lokale Communitys viele Reparaturen selbst durchführen, ganz im Geiste der DIY-Bewegung.

Heute sind mehr als 1300 Repair Cafés in 33 Ländern auf sechs Kontinenten aktiv. Dies ist eine wahrhaft globale Bewegung.

2016 konnten dank der Bemühungen der Repair Cafés in der ganzen Welt geschätzte 250 000 Kilo Abfall vermieden werden.

Die Zahl der Repair Cafés wächst weiter und mehr und mehr Menschen machen mit. Zuletzt haben einige lokale Gruppen sogar mit 3D-Druckern experimentiert. Als preiswerte Ersatzteile "Fabrik".


Engagement für globale Reformen

Neben ihrer aktiven Tätigkeit in der Repair Café Foundation, die immer neue lokale Gruppen betreut und unterstützt, war Martine auch in einem Gremium vertreten, das für Gesetzesreformen in der EU wirbt. Mit dem Ziel professionelle Reparaturen zu einer attraktiven Option zum Neukauf zu machen, so dass es eines Tages keine Repair Cafes mehr braucht.

„Ich würde das nicht bereuen. Im Mittelpunkt steht ja nicht das einzelne Cafe, sondern das Reparieren von kaputten Dingen. Also weniger Müll und ein nachhaltiges Leben. Darauf arbeiten wir hin.‟

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